Schlägermühlen

Es können je nach Art der Materialaufgabe (Gegenstrom/Gleichstrom) Trocknungsgase von ca. 350 °C bzw. ca. 800 °C eingesetzt werden. Anlagen mit Aufgabefeuchten bis 40 % sind im Einsatz; erzielbare Restfeuchten sind 1 - 2 %. Maximale Durchsätze von 400 t/h wurden realisiert.

Schlägermühlen mit Rotoren bis zu einem Durchmesser von 4,5 m und einer Breite von 3,5 m sind in Betrieb. Schlägermühlen werden vorwiegend mit fester Drehzahl durch Kurzschlussläufer oder Schleifringläufer angetrieben, jedoch gibt es auch Einsatzfälle mit frequenzgeregelten Kurzschlussläufern - z.B. in Kohlekraftwerken.

Schlaegermuehle

Schlägermühlen werden als Deglomeratoren oder als Zerkleinerungsmaschinen eingesetzt. In Verbindung mit einem nachgeschalteten Steigrohrtrockner sind sie eine Verfahrensalternative zur Mahltrocknung von weichen bis mittelharten Materialien, wie Kalkstein, Kreide, Kohle, Ton, Magnesit, Phosphaterzen, Klärschlämmen bzw. Filterkuchen.

 

Als Zerkleinerungsmaschine, in der das Aufgabegut durch Schlag und Prall beansprucht wird, ist die Schlägermühle je nach Aufgabematerial für Aufgabestückgrößen bis 50 mm und Produktfeinheiten bis ca. 1mm geeignet. Abhängig von der gewünschten Produktfeinheit ist dem Steigrohrtrockner ein statischer oder dynamischer Sichter nachgeschaltet. Während das Fertiggut in einem nachgeschalteten Filter abgeschieden wird, werden die Grieße der Schlägermühle erneut zugeführt.